Peachenjöchl – Fanealm – Südtirol Aktiv erleben

Im Feriengebiet Gitschberg-Jochtal haben alle Orte Ihre Eigenart. Da ist Meransen und Spinges zwei wunderschöne, herrlich gelegene Dörfer oder Vals eingebettet in einem sehr ruhigen, idyllischen Seitental, abseits des grossen Trubels der Dolomiten- oder Brenner-Strassen.

Ein sehr schönes Wandergebiet. Hier bieten sich Almwanderungen jeden Schwierigkeitsgrades. Familien, Aktivurlauber und Genießer kommen so gleichermaßen ans Ziel, zu einer der über 40 Almen und Berghütten in der Ferienregion.

Wir haben uns eine etwas schwerere Tour (das hat sich auf jeden Fall für uns herausgestellt) vom Jochberg über das Peachenjöchl zur Fanealm und zurück zur Talstation der Jochbergbahn ausgesucht. Die Tour wird in Führern als wenig anstrengende Höhen- und Talwanderung beschrieben. Allerdings wird auf Trittsicherheit hingewiesen (das hat sich auch bestätigt).

Los und auf den Berg geht es mit der 2006 erneuerten Jochbergbahn am Ende von Vals. Vals zeigt sich von oben betrachtet als moderner Ferienort mit vielen modernisierten Häusern und einigen Neubauten. Der Ort ist grossflächig zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen, idyllisch angelegt. Eine erste Einkehr oder Stärkung ist an der Bergstation Jochtal in 2009m Höhe möglich. Für die gesamte Tour haben wir 4 Std. Gehzeit veranschlagt.

Von der Bergstation geht es hinunter zum Valler Joch auf etwa 1900m Höhe. Von diesem Sattel aus geht es über Blumenhänge und Viehweiden am Schellenberg berghinauf zur Rotensteinalm (ca. 2100m) die nicht bewirtschaftet ist. Allerdings kann man auf der Terrasse schön sein eigenes Vesper auspacken. Jetzt wird das Gelände felsiger (und für uns Flachlandtiroler auch deutlich kritischer). Der Pfad schneidet die sogenannten “Weißen Brüche”. Hier gehts richtig runter ! Teils sind die Brüche gesichert, bei uns war aber ein Teil der Sicherung lose und man musste drüber kraxeln, das war sehr unangenehm. Hat man diese Schwierigkeiten überwunden, geht es über eine flache Senke am Peachenjöchl links zur Ochsenalm und dann stetig abwärts zur herrlich gelegenen Fanealm auf ca. 1700 m. Der Weg dorthin wird teilweise gerade umgegraben und aufgeschüttet was dem Abstieg etwas die Romantik nahm. Allerdings entschädigte der wunderbare Anblick des Fanealm Ensembles.

Südtirol Aktiv Fanealm

Hier lässt sich sehr gut einkehren und man bekommt zahlreiche Südtiroler Schmankerl serviert. Wer hier verhockt, hat noch einen langen Weg runter ins Tal über den Ochsensprung bis zur Talstation der Gondelbahn.
Auch wir sind verhockt, doch zu unserer Überraschung gibts ab dem Parkplatz einen Shuttle Service runter ins Tal – dies war natürlich super hilfreich, nach ein paar wirklich genossenen Stunden auf der Alm.
Auf der Tour waren uns immer wieder Gruppen oder Familien mit Kindern begegnet. Allerdings halten wir für Kinder die Steige an den Weißen Brüchen schon für kritisch. Für uns war das insgesamt eine sehr schöne Tour, allerdings mit Überrschungen.